Sozialistische Jugend stößt offenen Umgang mit Sexualität an und fordert kostenlose Verhütungsmittel

Eine Schulklasse, Tafel, Tische, Stühle – und ein Thema:
Sexualität! Wie lang der durchschnittliche Penis sei, möchte der verunsicherte Konservative wissen und der Pfarrer fragt mit hochrotem Kopf, ob Gott böse ist, wenn er sich einen runter holt. „Wo liegt denn nun dieser G-Punkt?“ fragt ein junges Mädchen von falschen Pornodarstellungen verunsichert. Viele Fragen – wir antworten, denn die konservative Tabuisierung von Sexualität muss endlich ein Ende haben – ein offener und positiver Umgang muss her! Den Anstoß dazu gibt die Sozialistische Jugend bei ihrer morgigen Aktion und auf ihrer Tour durch Österreichs Festivals im Zuge der Kampagne „rEVOLution. Mein Körper. Meine Lust.“

„Sexualität ist mehr als Biologie und gesellschaftliche Tabus. Sexualität ist bunt und kann wunderschön sein. Statt Lügen und Scham braucht es Selbstbestimmung, Verantwortung und Respekt“, meint Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend. Neben dem Ruf nach grundsätzlich mehr Offenheit fordert sie aber auch konkrete Verbesserungen: „Österreich liegt mit 30.000 Schwangerschaftsabbrüchen im Jahr im europäischen Vergleich weit oben, was aber nicht weiter verwunderlich sei“, so Herr. Denn in anderen Ländern West- und Mitteleuropas übernehmen die Krankenkassen den finanziellen Aufwand für Verhütung, etwa bei der Pille für junge Frauen in Deutschland und Frankreich. Zwei Drittel der Jugendlichen in Österreich geben an, dass sie bei kostenlosen Verhütungsmitteln öfter verhüten würden. „Österreich muss hier endlich nachziehen! Verhütung darf keine Kostenfrage sein.“

WO: Stephansplatz / Stock im Eisen Platz, 1010 Wien
WANN: 22. Juli 10:30 Uhr
WAS: Wir geben im Klassenverband aus Nonnen, Pfarrern und konservativen PolitikerInnen ehrliche Antworten auf offene Fragen.

OTS0016, 21. Juli 2015, 09:30